'Some determinants of perceived control'
Replikation und Extension der klassischen Untersuchung von Camille B. Wortman (1975)
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Anke Paulini
- Abgabedatum: November 2007
- Umfang: 106 Seiten
- Dateigröße: 911,7 KB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Ludwig-Maximilians-Universität München Deutschland
- Bibliografie: ca. 55
- ISBN (eBook): 978-3-8366-2016-1
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Paulini, Anke November 2007: 'Some determinants of perceived control', Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Kontrollwahrnehmung, Kontrollmotivation, Depression, Glücksspiel, Überzeugung
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Diplomarbeit von Anke Paulini
Einleitung:
Illusionäre Kontrollwahrnehmung ist ein Phänomen, das in vielen alltäglichen Situationen auftritt. Eine subjektive Wahrnehmung der Kontrollierbarkeit von Situationen, auch wenn diese reell nicht gegeben ist, geht häufig mit psychischem Wohlbefinden einher. Negative Implikationen finden sich hingegen vor allem im Glücksspielbereich, indem illusionäre Kontrollwahrnehmung zu exzessiverem Spielverhalten beiträgt. Um das Phänomen der illusionären Kontrollwahrnehmung für praktische Interventionen – wie beispielsweise der Therapie der Spielsucht – nutzen zu können, soll diese Untersuchung zum besseren Verständnis der Entstehungsmechanismen illusionärer Kontrollwahrnehmung und deren Korrelate beitragen.
Die vorliegende Arbeit basiert auf der von Wortman 1975 veröffentlichten Untersuchung ‚Some determinantes of perceived control’. Auf diesem klassischen Experiment aufbauend soll der Einfluss der beiden unabhängigen Variablen Verursachung und Vorauswissen auf die erlebte illusionäre Kontrollwahrnehmung untersucht werden. Das Experiment entspricht einem Glücksspiel, bei dem aus einem Beutel eine von zwei farblich verschiedenen Murmeln gezogen wird. Laut Wortman nimmt eine Person mehr Kontrolle über das erzielte Ergebnis wahr, wenn sie die Murmel selbst zieht und vorher weiß, welche Murmel gewinnt. In der vorliegenden Untersuchung werden alle drei experimentellen Bedingungen von Wortman repliziert: a) ‘Verursachung - Vorauswissen ‘, b) ‘Verursachung - kein Vorauswissen’, c) ‘keine Verursachung - Vorauswissen’ und zusätzlich um die aus einer vollständigen experimentellen Kreuzung resultierenden vierten Bedingung, d) ‘keine Verursachung - kein Vorauswissen’, ergänzt. Zur Erfassung der illusionären Kontrollwahrnehmung wurde im Rahmen dieser Untersuchung ein Fragebogeninstrument entwickelt. Entgegen der Hypothese und den Befunden von Wortman zeigte sich in der vorliegenden Studie, dass Vorauswissen keinen Einfluss auf die Entstehung illusionärer Kontrollwahrnehmung hat. Verursachung allein führt hier zu einer verstärkten Wahrnehmung von Kontrolle und nicht wie bei Wortman die Interaktion aus Verursachung und Vorauswissen.
Zusätzlich wird der Zusammenhang von illusionärer Kontrollwahrnehmung mit irrationalen Überzeugungen, mit Kontrollmotivation sowie mit Depression untersucht. Aus den Ergebnissen wird ersichtlich, dass illusionäre Kontrollwahrnehmung und irrationale Überzeugungen in Zusammenhang stehen, jedoch wird dieser Zusammenhang durch die Depressivität mediiert. Zudem geht eine starke Ausprägung von irrationalen Überzeugungen mit hohen Werten auf der Depressionsskala einher, was wiederum mit einer starken Ausprägung der illusionären Kontrollwahrnehmung verbunden ist. Für Kontrollmotivation ließ sich weder mit illusionärer Kontrollwahrnehmung noch mit Irrationalität ein positiver, systematischer Zusammenhang finden. Ein erwarteter positiver Zusammenhang zeigte sich für Irrationalität nur vereinzelt auf Ebene der Skalensubdimensionen und für illusionäre Kontrollwahrnehmung allein in Abhängigkeit der beiden experimentellen Bedingungen mit Vorauswissen. Ansonsten ging eine hohe Kontrollmotivation mit geringer illusionärer Kontrollwahrnehmung sowie mit geringer Ausprägung der irrationalen Überzeugungen einher.
Inhaltsverzeichnis:
| Tabellen | 7 | |
| Abbildungen | 8 | |
| Zusammenfassung und Schlüsselwörter | 8 | |
| Abstract and keywords | 10 | |
| 1. | Einführung | 13 |
| Illusionäre Kontrollwahrnehmung | 13 | |
| Illusionäre Kontrollwahrnehmung nach Langer | 14 | |
| Weitere illusionäre Kontrolle bedingende Faktoren | 16 | |
| Realitätsintrusion | 18 | |
| Kritik an der bisherigen Forschung | 20 | |
| Die Studie von Wortman (1975) ‘Some determinantes of perceived control’ | 22 | |
| Versuchsaufbau und Methode | 22 | |
| Ergebnisse | 24 | |
| Gründe für die Replikation und Kritik | 24 | |
| Irrationale Überzeugungen nach Ellis | 27 | |
| Definition | 27 | |
| Der Zusammenhang zwischen irrationalen Überzeugungen und illusionärer Kontrollwahrnehmung | 27 | |
| Kontrollmotivation nach Burger | 29 | |
| Definiton | 29 | |
| Der Zusammenhang zwischen Kontrollmotivation und illusionärer Kontrollwahrnehmung | 29 | |
| Depression | 30 | |
| Der Zusammenhang zwischen Depression und illusionärer Kontrollwahrnehmung | 30 | |
| Depression als Kontrollvariable | 32 | |
| Ableitung der Hypothesen | 33 | |
| 2. | Methode | 35 |
| Stichprobe | 35 | |
| Versuchsdesign | 35 | |
| Versuchsablauf | 35 | |
| Versuchsmaterial | 37 | |
| Erfassung der Abhängigen Variable | 37 | |
| Erfassung der irrationalen Überzeugungen | 41 | |
| Erfassung der Kontrollmotivation. | 44 | |
| Erfassung der Depression | 44 | |
| Reihenfolgeversionen | 45 | |
| Imputation fehlender Werte | 46 | |
| 3. | Ergebnisse | 47 |
| Geschlechtsunterschiede | 47 | |
| Hypothese 1 | 47 | |
| Depression als Mediator des Zusammenhangs von Irrationalität und genereller illusionärer Kontrollwahrnehmung | 54 | |
| Hypothese 2 | 55 | |
| Hypothese 3 | 58 | |
| Hypothese 4 | 59 | |
| Überprüfung der Auswirkung der Kontrollvariable ‚Gewonnen vs. Verloren’ auf die Beantwortung des Fragebogens zur Erfassung illusionärer Kontrollwahrnehmung | 62 | |
| Einschätzung der ´subjektiven Gewinnwahrscheinlichkeit´ undIrrationalität | 62 | |
| 4. | Diskussion | 65 |
| Zusammenfassung der Ergebnisse | 65 | |
| Verursachung als alleinige Determinante von illusionärer Kontrollwahrnehmung | 65 | |
| Depression als Mediator des positiven Zusammenhangs von Irrationalität mit illusionärer Kontrollwahrnehmung | 66 | |
| Zusammenhänge von Kontrollmotivation mit illusionärer Kontrollwahrnehmung | 66 | |
| Zusammenhänge von Kontrollmotivation mit irrationalen Überzeugungen | 67 | |
| Zusammenhang von ´Einschätzung der subjektiven Gewinnwahrscheinlichkeit´ mit Irrationalität | 67 | |
| Interpretation der Ergebnisse und Alternativerklärungen | 68 | |
| Mögliche Gründe für Verursachung als alleinige Determinante von illusionärer Kontrollwahrnehmung | 68 | |
| Mögliche Gründe für den positiven Zusammenhang von Depression mit illusionärer Kontrollwahrnehmung | 69 | |
| Mögliche Gründe für die Zusammenhänge von Kontrollmotivation mit illusionärer Kontrollwahrnehmung | 72 | |
| Mögliche Gründe für die Zusammenhänge von Kontrollmotivation mit irrationalen Überzeugungen | 73 | |
| Mögliche Gründe für den Zusammenhang von ´Einschätzung der subjektiven Gewinnwahrscheinlichkeit´ mit Irrationalität | 74 | |
| Grenzen der vorliegenden Untersuchung | 75 | |
| Einschränkungen aufgrund des Gewinnspiels | 75 | |
| Einschränkungen aufgrund der untersuchten Stichprobe | 76 | |
| Einschränkungen aufgrund der verwendeten Fragebogeninstrumente | 77 | |
| Einschränkungen aufgrund der verwendeten statistischen Verfahren | 78 | |
| Implikationen für künftige Forschung | 78 | |
| Erfassung illusionärer Kontrollwahrnehmung | 78 | |
| Erfassung irrationaler Überzeugungen | 79 | |
| Erforschung des Zusammenhangs zwischen ´Einschätzung der subjektiven Wahrscheinlichkeit´ und Irrationalität | 80 | |
| Erfassung der auf Verhaltensebene bestehenden Korrelate der illusionären Kontrollwahrnehmung | 80 | |
| 5. | Literaturverzeichnis | 82 |
| Internetquelle | 86 | |
| 6. | Anhänge | 87 |
| Anhang A: Deckblatt des gesamten Fragebogens | 87 | |
| Anhang B: Skalazur Erfassung der illusionären Kontrollwahrnehmung (SIK) | 89 | |
| Anhang C: Skala zur Erfassung der irrationalen Überzeugungen | 91 | |
| Anhang D: Skala zur Erfassung der demographischen Daten | 96 | |
| Anhang E: Die Items der 12 IRBs mit Faktorenstruktur | 98 | |
| Anhang F: Dokumentation des Versuchsablaufs anhand von Fotos | 99 | |
| Bedingung ‘Verursachung - Vorauswissen’ | 100 | |
| Bedingung ‘Verursachung - kein Vorauswissen’ | 101 | |
| Bedingung ‘keine Verursachung - Vorauswissen’ | 103 | |
| Bedingung ‘keine Verursachung - kein Vorauswissen’ | 105 | |
| Versuchsperson wählt jeweils eine weiße und eine grüne Murmel für die Durchführung des Gewinnspiels aus | 107 | |
| Versuchspersonen beim Ausfüllen der Fragebögen | 108 |
Textprobe:
Kontrollmotivation nach Burger:
‘Desire for control is defined as the extent to which people generally are motivated to see themselves in control of the events in their lives’. Wie Burger (1992) feststellte, handelt es sich bei ‘desire for control”, auch als Kontrollmotivation bezeichnet, um eine Persönlichkeitseigenschaft. Wie andere Persönlichkeitseigenschaften, so ist auch die Kontrollmotivation im Sinne eines Kontinuums zu verstehen. Personen können entlang dieses Kontinuums, bezüglich ihrer Kontrollmotivation, eingestuft werden, beginnend mit fast keiner Kontrollmotivation bis hin zu dem anderen Extrem. Selbstverständlich variiert das Kontrollbedürfnis einer Person in Abhängigkeit der Situation, dennoch besitzt jede Person ein generelles Level an Kontrollbedürfnis. Dieses steht aber wiederum im Zusammenhang mit dem Verhalten und den Erfahrungen einer Person über viele verschiedene Aspekte ihres Lebens hinweg.
Der Zusammenhang zwischen Kontrollmotivation und illusionärer Kontrollwahrnehmung:
Their high need to control events may make high desire for control people more vulnerable to illusions of control than people with a low desire for control. Not only are high desire for control people more likely to attend to cues indicating that they can control the event, they are also so motivated to see themselves in control that they may distort their perception of control to satisfy that need.
Burger gibt eine sehr gute Übersicht über die Forschung zum Thema ‘desire for control” und dem Verhältnis zu ‘illusion of control”. Die meisten dieser Untersuchungen sind nach dem Vorbild der Experimente zu illusionärer Kontrollwahrnehmung aufgebaut. Das Versuchsdesign orientiert sich vor allem an den Experimenten von Langer sowie von Strickland, Lewicki und Katz, beinhaltete aber als zusätzliche Erhebung die Ausprägung der Kontrollmotivation der Versuchspersonen. Es wurde zwischen Personen mit hoher Kontrollmotivation und Personen mit niedriger Kontrollmotivation unterschieden. Als zusammenfassendes Ergebnis der Forschungsarbeiten auf diesem Gebiet lässt sich festhalten, dass Personen mit einer hohen Kontrollmotivation eine stärkere Tendenz zu illusionärer Kontrollwahrnehmung haben, als Personen mit niedriger Kontrollmotivation. Wann immer es gelungen ist, illusionäre Kontrollwahrnehmung experimentell zu bedingen, so waren es die Personen mit hoher Kontrollmotivation, die die stärkste illusionäre Kontrollwahrnehmung zeigten.
Ein Versäumnis in diesem Forschungsbereich betrifft jedoch die Messung der illusionären Kontrollwahrnehmung. Burger führt kein einziges Experiment an, in dem die Kontrollwahrnehmung direkt, anhand von Fragebögen, erfasst wurde. Meistens wurde nur indirekt, anhand der Höhe des Wetteinsatzes, auf illusionäre Kontrollwahrnehmung geschlossen. Dies soll nun in der vorliegenden Arbeit nachgeholt werden.
Depression:
Der Zusammenhang zwischen Depression und illusionärer Kontrollwahrnehmung:
Wie bereits im Kapitel zu irrationalen Überzeugungen erwähnt, gibt es auch einige Befunde, die gegen die Annahme sprechen, illusionäre Kontrolle führe zu maladaptiven Emotionen und dysfunktionalem Verhalten. Diese Befunde stehen im Zusammenhang mit Depression und dem Phänomen der erlernten Hilflosigkeit.
The contradiction between these areas was noted some time ago. If subjects behave superstitiously and believe that they are controlling the outcome, learned helplessness cannot take place (i.e. the causal chain postulated by learned helplessness theory would be broken at its very first step, which is perception of response-outcome independence).
Matutes Befunde sprechen dafür, dass illusionäre Kontrollwahrnehmung eine Art Schutzfunktion in der Entwicklung von erlernter Hilflosigkeit und der damit in Verbindung stehenden Depression hat. Langer geht in ihrer Argumentation sogar noch einen Schritt weiter und vergleicht das der Depression diametrale Störungsbild der Manie mit illusionärer Kontrollwahrnehmung. Betrachtet man erlernte Hilflosigkeit und illusionäre Kontrollwahrnehmung genauer, so erkennt man die enge theoretische Verwandtschaft dieser beiden Konstrukte. Die Theorie der erlernten Hilflosigkeit nach Seligman, Abramson und Teasdale besagt, dass, wenn eine Person versucht ein erwünschtes Ergebnis zu erzielen, dieses Ergebnis jedoch unabhängig von deren Bemühungen auftritt, diese Person lernt, dass sie keine Kontrolle über das Ergebnis hat und passiv wird. Eine generalisierte Erwartungshaltung der Unabhängigkeit zwischen Bemühung und Ergebnis wird dann als erlernte Hilflosigkeit bezeichnet.
Illusionäre Kontrollwahrnehmung tritt unter denselben objektiven Rahmenbedingungen wie erlernte Hilflosigkeit auf, nämlich der fehlenden Kontingenz zwischen Handlung und Ergebnis. Die entscheidende Variable, ob der Mensch erlernte Hilflosigkeit oder illusionäre Kontrollwahrnehmung entwickelt, scheint Feedback zu sein. Während ein Feedback mit dem Fokus auf Erfolg illusionäre Kontrollwahrnehmung verstärkt, führt ein misserfolgsorientiertes Feedback zu erlernter Hilflosigkeit (z.B. eine Mitteilung an die Versuchsperson, dass es ihr nicht gelungen ist, das Geräusch zu beenden, sondern dieses von selber aufhörte). Keine Untersuchung berichtet von erlernter Hilflosigkeit in Abwesenheit von ‘failure” Feedback. Somit scheinen unkontrollierbare Ereignisse in Abwesenheit von Feedback zu illusionärer Kontrollwahrnehmung zu führen. Diese Tendenz lässt sich durch eine generelle Motivation des Menschen, seine Umwelt zu kontrollieren, erklären. Burger bezeichnet diese Persönlichkeitseigenschaft als ‘desire for control”, White als ‘need for competence” und Hendrick als ‘instinct to master”.
Somit scheint erlernte Hilflosigkeit sowie auch Depression mit illusionärer Kontrollwahrnehmung unvereinbar. Dies zeigt sich auch bei Vergleichen von Depressiven mit Nichtdepressiven in Bezug auf die Entwicklung illusionärer Kontrollwahrnehmung. Zahlreiche Studien fanden heraus, dass depressive Versuchspersonen Kontingenzen im Vergleich zu Nichtdepressiven akkurater einschätzen beziehungsweise unterschätzen. Auch neigen Nichtdepressive stärker zu illusionärer Kontrollwahrnehmung als Depressive, die so gut wie nie illusionäre Kontrollwahrnehmung ausbilden. Andere Forschungsergebnisse sprechen sogar dafür, dass die Entwicklung von illusionärer Kontrollwahrnehmung in Zusammenhang mit psychischem Wohlbefinden steht. So konnten beispielsweise Taylor und Brown (1988) zeigen, dass eine übertriebene Wahrnehmung persönlicher Kontrolle mit psychologischem Wohlergehen assoziiert ist.
Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass depressive Personen eine bestehende Unabhängigkeit zwischen dem eigenen Handeln und dem Ergebnis akkurat einschätzen, wohingegen Nichtdepressive zu illusionärer Kontrollwahrnehmung tendieren.
Depression als Kontrollvariable:
Ableitend aus den vorherigen Überlegungen, sollten diejenigen Versuchspersonen, die die geringsten Werte auf der Depressionsskala erzielen, im Vergleich zum Mittelwert ihrer jeweiligen Versuchsgruppe, am stärksten illusionäre Kontrolle wahrnehmen.
Betrachtet man jedoch die Zusammenhänge zwischen Irrationalität, Depression und illusionärer Kontrollwahrnehmung stößt man auf ein interessantes Spannungsfeld. Denn wie in den vorherigen Kapiteln beschrieben wurde, sind, sowohl zwischen Irrationalität und Depression, als auch zwischen Irrationalität und illusionärer Kontrollwahrnehmung positive Zusammenhänge zu erwarten. Folglich würde eine starke Ausprägung der Irrationalität mit hohen Werten auf der Depressionsskala und einer stark ausgebildeten illusionären Kontrollwahrnehmung einhergehen. Dies wiederum legt den Schluss nahe, dass auch Depression und illusionäre Kontrollwahrnehmung in einem positiven Zusammenhang stehen könnten. Wie aber aus den vorher berichteten empirischen Befunden hervorgeht, handelt es sich bei dem Zusammenhang von Depression mit illusionärer Kontrollwahrnehmung um einen negativen.
Um diese Zusammenhänge näher zu beleuchten, wird zusätzlich die Kontrollvariable Depression erhoben. Hierbei werden allerdings keine Hypothesen zum jeweiligen Zusammenhang aufgestellt: Das Vorgehen ist rein explorativ.
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783836620161
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Paulini, Anke November 2007: 'Some determinants of perceived control', Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Kontrollwahrnehmung, Kontrollmotivation, Depression, Glücksspiel, Überzeugung



