"Freunde für gewisse Stunden"
Peer involvement als neuer Weg in der HIV/AIDS-Prävention
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Peter Rudolf
- Abgabedatum: März 2000
- Umfang: 99 Seiten
- Dateigröße: 7,2 MB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Katholische Stiftungsfachhochschule München Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-2690-3
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-2690-3 P - ISBN (CD) :978-3-8324-2690-3 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Rudolf, Peter März 2000: "Freunde für gewisse Stunden", Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Gesundheitsfürsorge, Peer involvemement, peer support, Peer-Projekte, AIDS-Prävention
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Diplomarbeit von Peter Rudolf
Einleitung:
AIDS ist eine unheilbare Immunschwächekrankheit, die durch eine Infektion mit dem HI-Virus hervorgerufen wird und zum Tode führt. Sie stellt die größte Epidemie dar, mit der die Menschheit bisher konfrontiert wurde. Im Moment ist weder eine Heilung von AIDS möglich, noch konnte ein Impfstoff als Schutz entwickelt werden. Der Inhalt der HIV/AIDS-Prävention besteht daher darin, Verhaltensweisen zur Vermeidung von Ansteckungen zu vermitteln.
Mit dem peer involvement-Ansatz als einem personalkommunikativen Ansatz wird versucht, den Einfluss der peer group im Jugendalter und darüber hinaus für die HIV-Prävention zu nutzen. Peer involvement ist kurz gesagt der Einsatz von Laienmultiplikatoren aus und in derselben Zielgruppe.
Peer education stellt einen Teilbereich von peer involvement dar, bei dem einzelne Multiplikatoren (peer educators) mit Gruppen von Adressaten arbeiten. Mit unterschiedlichen Kommunikationsmethoden können mit peer education verschiedene Zielgruppen erreicht werden, wobei die peer educators in der Vermittlung von Präventionsinhalten gegenüber Experten wesentliche Vorteile haben.
Insgesamt stellt peer education eine gute Alternative für viele Zielgruppen und damit eine Erweiterung bisheriger HIV-Präventionsstrategien dar. Bei dem Einsatz von peer education bei Jugendlichen muss jedoch genau beachtet werden, inwieweit die Gefahr besteht, dass Jugendliche von Erwachsenen instrumentalisiert werden oder der ‘pädagogische Freiraum‘ der peer group unnötigerweise eingeschränkt wird.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einleitung | 6 |
| 2. | Zusammenfassung der Diplomarbeit | 8 |
| 3. | AIDS | 9 |
| 3.1 | Definition und Krankheitsbild | 9 |
| 3.2 | Übertragung von HIV | 10 |
| 3.3 | HIV und sexuell übertragbare Krankheiten | 12 |
| 3.4 | Behandlung von AIDS | 13 |
| 3.5 | Schutz vor AIDS | 14 |
| 3.5.1 | Impfung | 15 |
| 3.5.2 | Schutz durch präventives Verhalten | 16 |
| 3.6 | Zusammenfassung | 16 |
| 4. | AIDS als weltweite Bedrohung | 18 |
| 4.1 | AIDS als weltweit größte Epidemie | 18 |
| 4.2 | Verbreitung von AIDS | 19 |
| 4.2.1 | Historische Verbreitung | 19 |
| 4.2.2 | Heutige Situation | 20 |
| 4.3 | Auswirkungen von AIDS | 23 |
| 4.4 | Zusammenfassung | 27 |
| 5. | Historische Entwicklung von AIDS Präventionsstrategien | 28 |
| 5.1 | Überblick | 28 |
| 5.2 | Zusammenfassung | 35 |
| 6. | Peer involvement | 36 |
| 6.1 | Peers | 36 |
| 6.2 | Bedeutung der peer group im Jugendalter | 36 |
| 6.3 | Bedeutung der peer group nach dem Jugendalter. | 39 |
| 6.4 | Peer involvement | 40 |
| 6.5 | Definition von peer education | 42 |
| 6.6 | Abgrenzung von peer support | 43 |
| 6.7 | Peer involvement in der Praxis | 44 |
| 6.8 | Zusammenfassung | 44 |
Peer education Bereiche der Prävention gelte demnach folgendes: „ Man nehme sogenannte Risikogruppen und rette sie vor sich selbst, ob sie es wollen oder nicht, indem man ihnen, oder besser noch ihren Kindern, Programme gibt, die wir als Professionelle selbst entwickeln, verpacken, verkaufen, anwenden oder auf irgendeine andere Weise kontrollieren. Man bringe ihnen bei, wie sie sich diesen Programmen anzupassen haben und dadurch weniger Ärger machen. Dann überzeuge man sie, daß eine Veränderung ihrer Testwerte einer Veränderung ihres Lebens entspricht“ (Rappaport 1985, 267). Im Gegensatz dazu skizziert er das Konzept des Empowerment. „Mit dem Konzept ‘Empowerment‘ können wir nicht länger Menschen einfach als ‘Kinder in Not‘ ... sehen, sondern vielmehr als vollwertige menschliche Wesen, die sowohl Rechte als auch Bedürfnisse haben. Wir müssen uns mit dem Widerspruch auseinandersetzen, daß selbst Menschen mit wenigen Fähigkeiten oder in extremen Krisensituationen, genauso wie jeder von uns, eher mehr als weniger Kontrolle über ihr eigenes Leben brauchen. Das heißt nicht notwendigerweise, daß wir deren Bedürfnisse nach Hilfe vernachlässigen, wenn wir für mehr Selbstbestimmung votieren“ (Rappaport 1985, 269). Ziel des Empowerment-Ansatzes ist es, Kontrolle über die eigenen [...]
Peer involvement Funktionen eine wichtige Rolle in der Stabilisierung und Identitätsentwicklung des Jugendlichen in dieser Übergangsphase. Zur Bedeutung der peer group über die Adoleszenz hinaus ist bisher wenig bekannt, doch kann vermutet werden, daß sie auch hier noch Einfluß ausübt. Peer involvement, der Einsatz von Laienmultiplikatoren aus und in derselben Zielgruppe, versucht nun diesen Einfluß der peer group pädagogisch zu nutzen. Peer involvement kann in die Bereiche peer counselling, peer education und peer Projekte unterteilt werden. Daneben existiert das Konzept des peer support, welches mit weniger pädagogischem Anspruch eine umfassendere Unterstützung der peers beabsichtigt. In der Praxis ist die Abgrenzung einzelner Formen des peer involvement schwierig, da zwischen diesen Formen fließende Übergänge bestehen. Im Folgenden soll der Ansatz peer education näher untersucht werden, da dieser in immer mehr Projekten Anwendung findet. [...]
Neben den angesprochenen Konzepten von peer involvement wird in der Fachliteratur, vor allem im Bereich der Drogenarbeit, der Begriff peer support gebraucht (support = Unterstützung). Hiermit werden peer-Projekte beschrieben, die die Gleichheit von Unterstützer und Unterstütztem besonders betonen. Für diese Autoren beinhaltet das Wort peer education durch die Betonung von ‘Erziehung‘ (education) im Gegensatz zu peer support einen Statusunterschied zwischen Lehrenden und Lernenden. Trautmann beschreibt, daß peer support einen breiteren Ansatz als peer education vertritt und sich nicht nur auf die Vermittlung von Präventionsinhalten beschränkt, sondern auch versucht, die Rahmenbedingungen für präventives Verhalten zu schaffen. Im Bereich der Drogenarbeit kann dies bedeuten, daß sich Projekte nicht darauf 43 [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832426903
Arbeit zitieren:
Rudolf, Peter März 2000: "Freunde für gewisse Stunden", Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Gesundheitsfürsorge, Peer involvemement, peer support, Peer-Projekte, AIDS-Prävention



