"ErFahrungen" - Über die Bedeutung des Freizeitradverkehrs im Rahmen von Konzepten zur Beeinflussung alltäglicher Verkehrsmittelwahl
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Olaf Kasper
- Abgabedatum: November 1996
- Umfang: 186 Seiten
- Dateigröße: 9,5 MB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Technische Universität Dortmund Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-2136-6
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-2136-6 P - ISBN (CD) :978-3-8324-2136-6 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Kasper, Olaf November 1996: "ErFahrungen" - Über die Bedeutung des Freizeitradverkehrs im Rahmen von Konzepten zur Beeinflussung alltäglicher Verkehrsmittelwahl, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Mobilitätsverhalten, Freizeitverkehr, Radverkehr, Verkehrsmittelwahl, Verkehrsplanung
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Diplomarbeit von Olaf Kasper
Einleitung:
Ausgangspunkt der vorliegenden explorativen Studie ist die Frage, ob Erfahrungen, die mit dem Fahrrad in der Freizeit gemacht werden, von Bedeutung für die alltägliche Verkehrsmittelwahl sind. Es wird die Hypothese aufgestellt, daß der Freizeitradverkehr bei entsprechenden Rahmenbedingungen als Einstieg zu einer regelmäßigen Alltagsnutzung des Fahrrades angesehen werden kann.
Erkenntnisse aus einer umfassenden Literaturrecherche zum Verkehrsmittelwahlverhalten und zu Strategien der Beeinflussung dieses Verhaltens bildeten die Grundlage zur Konzeption einer zweistufigen empirischen Untersuchung.
Gang der Untersuchung:
Zunächst wurden mit Hilfe eines standardisierten Fragebogens Radfahrende zu ihrer Wahrnehmung der verkehrlichen Umwelt und ihrer Verkehrsmittelwahl auf Alltagswegen (zur Arbeit/Ausbildung, zum Einkauf/zu sonstigen Erledigungen) befragt. Während sich die Beurteilungen ausgewählter Aspekte der Fahrradumwelt zwischen den befragten Alltags- und Freizeitradfahrenden weitgehend decken, liegen jedoch bei einigen untersuchten Kriterien erkennbare Unterschiede vor (Gepäcktransport, Modernität, Wetterabhängigkeit). Die Beurteilung der Wetterabhängigkeit sowie die Meinung, daß Radfahren in der Stadt Spaß macht, ist zudem auch davon abhängig, ob bereits einmal Erfahrungen auf den Alltagswegen gesammelt wurden.
In sechs qualitativen Interviews wurde daraufhin tiefergehender erkundet, wo diese unterschiedlichen Beurteilungen herrühren können und wo Hinderungsgründe zur verstärkten Alltagsnutzung des Fahrrades durch Freizeitradfahrende zu suchen sind. Das Ergebnis dieser Untersuchungsphase spiegelt sich in der Charakterisierung von Verhaltenstypen wider, die sich durch unterschiedliche Hinderungsgründe und Hemmnisse bei der Alltagsnutzung des Fahrrades auszeichnen. Zusätzlich können die zu Beginn der Arbeit aufgestellte Hypothese sowie darauf aufbauende verkehrsplanerische/-politische Argumentationen partiell geprüft, in Teilen modifiziert und durch neue Hypothesen ergänzt werden.
Aufbauend auf den theoretischen Erkenntnissen und empirischen Ergebnissen werden Handlungsansätze für die Planung formuliert und anhand der charakterisierten Verhaltenstypen exemplarisch erläutert. Rahmen hierzu bildet der Ansatz des Mobilitätsmanagements, wobei abschließend Überlegungen zur Bedeutung des Freizeitradverkehrs innerhalb dieses Konzeptes zur Beeinflussung alltäglicher Verkehrsmittelwahl angestellt werden.
Inhaltsverzeichnis:
| Vorwort | ||
| Kurzfassung | ||
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Einführung: Das Fahrrad als (Freizeit-)Verkehrsmittel | 2 |
| 1.2 | Hypothesen, Fragestellung und Zielsetzung | 5 |
| 1.3 | Aufbau der Arbeit | 9 |
| 1.4 | Methodologische Anmerkungen | 9 |
| 1.3.1 | Gegenstandsbereich | 10 |
| 1.3.2 | Hermeneutische Vorgehensweise | 10 |
| 1.3.3 | Explorative Vorgehensweise | 11 |
| 1.3.4 | Methodenintegration | 11 |
| 1.3.5 | Verallgemeinerungsfähigkeit | 12 |
| 2. | Verkehrsmittelwahl: Modellbedarf und Forschungsstand | 14 |
| 2.1 | Modellbedarf | 15 |
| 2.2 | Verkehrsmittelwahl als Forschungsfeld | 16 |
| 2.2.1 | Aggregierte Modelle ohne Erklärungsanspruch | 16 |
| 2.2.2 | Disaggregierte verhaltensorientierte Modelle | 17 |
| 2.2.3 | Raum-Zeit-Modelle | 19 |
| 2.2.4 | Ansätze abgestufter Wahlmöglichkeiten | 20 |
| 2.2.5 | Ansätze psychologischer Forschungen | 22 |
| 2.2.5.1 | Motivationsforschung | 23 |
| 2.2.5.2 | Einstellungsforschung | 23 |
| 2.2.5.3 | Umweltpsychologie | 25 |
| 2.2.5.4 | Entscheidungstheorien | 26 |
| 2.3 | Zusammenfassung | 28 |
| 3. | Planerische Strategien zur Beeinflussung der Verkehrsmittelwahl | 30 |
| 3.1 | Zeitliche Entwicklung der Strategien | 31 |
| 3.2 | Angebotsplanung | 32 |
| 3.3 | Interventionsstrategien | 33 |
| 3.3.1 | Öffentlichkeitsarbeit | 33 |
| 3.3.2 | Push-and-Pull-Strategien | 35 |
| 3.3.3 | Low-Cost-Strategien | 36 |
| 3.3.4 | Non-profit-Marketing | 37 |
| 3.3.5 | Mobilitätsmanagement | 37 |
| 3.3.6 | Learning-by-doing-Strategien | 38 |
| 3.4 | Konkretisierung von Hypothese und Fragestellung | 43 |
| 4. | Quantitative Untersuchungsphase | 45 |
| 4.1 | Auswahl der Untersuchungsform | 46 |
| 4.2 | Operationalisierung der Untersuchungsfrage | 47 |
| 4.3 | Quantitative Erhebungstechnik: Das standardisierte Interview | 50 |
| 4.3.1 | Fragebogenkonstruktion | 51 |
| 4.3.2 | Auswahl der Untersuchungspersonen | 54 |
| 4.3.3 | Vorbereitung und Durchführung der Befragung | 56 |
| 4.4 | Ergebnisse der quantitativen Untersuchung | 57 |
| 4.4.1 | Beschreibung der Stichprobe | 58 |
| 4.4.2 | Verkehrsmittelwahl der befragten Personen | 60 |
| 4.4.3 | Einschätzung der verkehrlichen Umwelt durch die befragten Personen | 63 |
| 4.4.4 | Gruppen typischen Verkehrsmittelwahlverhaltens | 70 |
| 4.4.5 | Einschätzungen durch Alltagsradfahrende und Freizeitradfahrende | 71 |
| 4.5 | Schlußfolgerungen aus den Untersuchungsergebnissen | 76 |
| 5. | Qualitative Untersuchungsphase | 78 |
| 5.1 | Konzeption der qualitativen Untersuchung | 79 |
| 5.2 | Qualitative Erhebungstechnik: Das problemzentrierte Interview | 80 |
| 5.2.1 | Interviewleitfaden | 81 |
| 5.2.2 | Auswahl der Untersuchungspersonen | 83 |
| 5.2.3 | Vorbereitung und Durchführung der Interviews | 84 |
| 5.3 | Ergebnisse der qualitativen Untersuchung | 85 |
| 5.3.1 | Informationen zu den Interviewpartnern/-innen | 90 |
| 5.3.2 | Verkehrsmittelwahl der Interviewpartner/-innen | 91 |
| 5.3.3 | Erfahrungen mit dem Weg zum Einkauf | 93 |
| 5.3.4 | Erfahrungen mit der Wetterabhängigkeit des Radfahrens | 97 |
| 5.3.5 | "Spaß beim Radfahren" und Veränderungsvorschläge der Befragten | 100 |
| 5.4 | Schlußfolgerungen aus den Untersuchungsergebnissen | 104 |
| 6. | Handlungsansätze für die Planung | 109 |
| 6.1 | Grundlagen für die Formulierung von Handlungsansätzen | 110 |
| 6.2 | Der Ansatz des Mobilitätsmanagements | 111 |
| 6.3 | Zielgruppenspezifische Handlungsansätze | 113 |
| 6.3.1 | Objektive Rahmenbedingungen schaffen | 114 |
| 6.3.2 | Beeinflussung der Verkehrsmittelwahl durch Mobilitätsmanagement | 114 |
| 6.3.3 | Mögliche Bedeutung des Freizeitradverkehrs | 119 |
| 6.4 | Realisierung und Ausblick | 122 |
| Literaturverzeichnis | 124 | |
| Anhang (Fragebogen, Interviewleitfaden, Interviewprotokolle) | 134 |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832421366
Arbeit zitieren:
Kasper, Olaf November 1996: "ErFahrungen" - Über die Bedeutung des Freizeitradverkehrs im Rahmen von Konzepten zur Beeinflussung alltäglicher Verkehrsmittelwahl, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Mobilitätsverhalten, Freizeitverkehr, Radverkehr, Verkehrsmittelwahl, Verkehrsplanung



