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"E-Paper"-Zeitung der Zukunft?

Analyse der Online-Strategien deutscher lokaler und regionaler Abonnement-Tageszeitungen am Beispiel "E-Paper"

"E-Paper"-Zeitung der Zukunft?
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Anja Meyer
  • Abgabedatum: Mai 2004
  • Umfang: 76 Seiten
  • Dateigröße: 1,8 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (FH) Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8241-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8241-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8241-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Meyer, Anja Mai 2004: "E-Paper"-Zeitung der Zukunft?, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Internet, Zeitung, Strategien, Digital, Crossmedia

Diplomarbeit von Anja Meyer

Zusammenfassung:

Die vorliegende Diplomarbeit untersucht die Strategien deutscher lokaler und regionaler Abonnement-Tageszeitungen, die zum Zeitpunkt der Ausarbeitung ein „E-Paper“ ihrer gedruckten Ausgabe produzieren. Im Mittelpunkt der Analyse steht zum einen die qualitative Analyse einiger ausgewählter Vertreter dieser „E-Paper“, zum anderen die Auswertung eines an die Zeitungsverlage versandten Fragebogens. Thematisiert wird außerdem die Frage, ob die Verlage Online-Medien noch immer als Gefahr für die klassische Zeitung ansehen.

Die Arbeit zeigt, dass „E-Paper“ von den Zeitungen auf sehr unterschiedliche Art und Weise angeboten wird. So existieren zwischen den drei verschiedenen Typen von „E-Paper“ starke Unterschiede bei der Navigation und der Benutzerfreundlichkeit. Die Befragung zeigt, dass Verlage mit einem „E-Paper“ in erster Linie das Muttermedium, die gedruckte Zeitung, schützen wollen. Es wird ebenfalls deutlich, dass von den Verlagen unterschiedliche Zielgruppen für die digitale Ausgabe anvisiert werden. Dabei wird aufgezeigt, dass genau hier bei etlichen Verlagen eine Strategieschwäche vorliegt, welche durch mangelhaftes Wissen über das Verhalten der Nutzer entstanden ist.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis 3
Tabellenverzeichnis 6
Abbildungsverzeichnis 7
1. Einleitung 8
1.1 Ziel der Arbeit 8
1.2 Eingrenzung des Themas 9
1.2.1 „E-Paper“-Ausgaben lokaler und regionaler Abonnement-Tageszeitungen 9
1.2.2 Unterschiedliche Definitionen des Produkts „E-Paper“ 10
1.3 Vorgehensweise bei der Untersuchung 11
1.3.1 Zeitlich eingeschränkte Untersuchung 11
1.3.2 Untersuchungsmethodik - Recherche und Analyse 12
1.4 Aufbau der Arbeit 13
2. Was ist „E-Paper“? 15
2.1 „E-Paper“ im Kontext zu anderen Medien 15
2.1.1 Die gedruckte Zeitung - das Muttermedium 15
2.1.2 Die Online-Ausgabe - dynamisch und multimedial 16
2.1.3 „E-Paper“ als Kombination aus gedruckter und Online-Zeitung 18
2.2 Entwicklung - von der Faxzeitung zum „E-Paper“ 19
2.3 Technische Grundlagen 21
2.3.11 Ebene - zeitgleich oder nachträglich 21
2.3.22 Ebene - Online oder Offline 22
2.3.3 “E-Paper“-Lösungen - von PDF bis HTML 23
2.4 Die Nutzer - Zahlen, Motive und Verhalten 24
2.4.1 Starke Unterschiede bei den Nutzerzahlen 25
2.4.2 „E-Paper“ als Büro-Lektüre 26
2.4.3 “E-Paper“ als Urlaubslektüre 26
2.4.4 “E-Paper“ als Lokalberichterstatter 26
2.4.5 “E-Paper“ - Eine Zeitung für Zeitungsleser 27
3. „E-Paper“ - Markt und Typen 28
3.1 Überblick über den deutschen „E-Paper“-Markt 28
3.2 Typisierung der „E-Paper“ nach Produktionsart 30
3.3 Zentrale Fragen - Benutzerfreundlichkeit und Information 31
3.4 Das einfache PDF: „Südkurier“ 31
3.4.1 Allgemeine Angaben zu Verlag und Muttermedium 31
3.4.2 Das „E-Paper“ - Veteran mit spartanischem Angebot 31
3.4.3 Die Merkmale - unmodifiziertes PDF mit Basis-Funktionen 32
3.5 Die gekaufte Lösung: „Kieler Nachrichten“ 34
3.5.1 Allgemeine Angaben zu Verlag und Muttermedium 34
3.5.2 Das „E-Paper“ - zwei Vertriebsschienen 34
3.5.3 Die Merkmale - Komfortables Interface mit Verlinkungen 35
3.6 Die Eigenentwicklung: „Die Rhein-Zeitung“ 37
3.6.1 Allgemeine Angaben zu Verlag und Muttermedium 37
3.6.2 Das „E-Paper“ - Vorreiter mit klarer Zielgruppe 37
3.6.3 Die Merkmale - Interaktiv und Individuell 38
4. Theoretische Strategieansätze für das Produkt „E-Paper“ 40
4.1 Die Bedeutung von Strategien in einem marktorientierten Unternehmen 40
4.2 Analyse der Ausgangslage als Voraussetzung der Zielbildung 40
4.2.1 Besonderheiten der Ausgangslage auf dem Onlinemarkt 41
4.3 Strategieoptionen in der Theorie 42
4.3.1 Unternehmensstrategien 43
4.3.1.1 Marktwachstumsstrategien 43
4.3.1.2 Marktbehauptungsstrategien 45
4.3.2 Marktteilnehmerorientierte Strategien 46
4.3.2.1 Abnehmerorientierte Strategien 46
4.3.2.2 Konkurrenzorientierte Strategien 46
4.3.3 Spezifische Strategien aus dem Medienbereich 47
4.3.3.1 Phänomenologische Typologie zur Herleitung von Online-Strategien 47
4.3.3.2 Crossmediale Strategien 48
4.3.4 Unspezifische Grundrichtungen und Haltungen 49
5. Die Befragung 50
5.1 Methodik 50
5.1.1 Konzeption - Forschungsfragen und Hypothesen 50
5.1.2 Zweigeteilter Fragebogen 51
5.1.3 Stichprobe – 77 Prozent Rücklauf 51
5.2 Auswertung der einfachen Häufigkeiten 53
5.2.1 Allgemeine Fragen (Fragen 1 bis 4) 53
5.2.2 „E-Paper“ - Motive aus Verlagssicht (Frage 5) 55
5.2.3 „E-Paper“ - Zielgruppen der Verlage (Frage 6, 7) 56
5.2.4 Vor- und Nachteile von „E-Paper“ aus Sicht der Verlage (Fragen 8, 9) 57
5.2.5 Allgemeine Fragen zum Online-Auftritt (Fragen 10,11 und 12) 59
5.2.6 Allgemeine Absichten der Verlag im Online-Bereich (Frage 13) 61
5.3 Beantwortung der Forschungsfragen 61
6. Zusammenfassung und Ausblick 64
Quellenverzeichnis
Selbständigkeitserklärung
Anhang

Automatisiert erstellter Textauszug:

Überhaupt scheinen sich Benutzerfreundlichkeit und Qualität der angebotenen Leistung direkt auf den Markterfolg der jeweiligen „E-Paper“ auszuwirken. Verlage mit einer herkömmlichen PDF-Ausgabe liegen in der Regel weit abgeschlagen hinter denen mit HTML/XML-Technologie. Die Größe des Verlages oder die Höhe der gedruckten Auflage scheint dabei keinen Einfluss auf die Zahlen der „E-Paper“-Abonnenten zu haben, es sind in allen Kategorien Vertreter der verschiedensten Auflagenhöhen vertreten. Die auflagenstärkste Zeitung, die Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ) fällt allerdings doch aus dem Rahmen: Sie bietet ihr „E-Paper“ ausschließlich kostenlos an, und dies auch nur ihren Print-Abonnenten. Daher erfüllt die HAZ die Voraussetzungen zur IVW-Zählung nicht. Hier lässt sich schon auf eine mögliche Strategie des Verlegers schließen, welcher in der Hauptsache die Stärkung und den Imagegewinn der seiner gedruckten Zeitung zum Ziel hat, da als einzige Zielgruppe für „E-Paper“ die Print-Abonnenten anvisiert werden. [...]

Wie im ersten Teil dieses Kapitels beschrieben, stellt „E-Paper“ eine Kombination aus gedruckter und Online-Zeitung dar. Für die Initiatoren der Studie war es deshalb wichtig herauszufinden, welche der Nutzungskompetenzen von den Probanden beim Lesen von „E-Paper“ am meisten angewandt werden. Bei der Durchführung zeigt sich, dass die Nutzer viel mehr die erlernten Nutzungsmuster der Tageszeitungslektüre anwenden, als solche von Online-Zeitungen. Dementsprechend zeigen die Befunde auch, dass „E-Paper“ von den Nutzern eher als Variante der Tageszeitung, als als Variante eines OnlineAuftrittes gesehen wird. Dabei ist die elektronische Zeitung sowohl von der Gestaltung als auch von der Nutzung her gesehen eher eine Sekundärvariante der Tageszeitung, als ein eigenständiges Ersatzprodukt. In der Studie wird ebenfalls nachgewiesen, dass es aus oben genannten Gründen eher unwahrscheinlich ist, bestimmte Nutzergruppen für „E-Paper“ zu gewinnen. Für Menschen mit starkem Online-Bezug und wenig oder gar keiner Erfahrung beim Zeitungslesen, wie zum Beispiel viele Jugendliche, wird „E-Paper“ wohl nie oder nur eine untergeordnete Rolle spielen. Sie strategisch als Zielgruppe für „E-Paper“ ins Visier zu nehmen, wird daher kaum messbaren Erfolg mit sich bringen. [...]

Die zweite Unterscheidung entsteht durch die Differenzierung in Online- und OfflineEbene. Gemeint ist damit die "Art der zwischen die Kommunikationspartner geschalteten elektronischen (Speicher-) Medien bzw. der Zeitraum zwischen der elektronisch unterstützten Übermittlung und Nutzung der Kommunikationsinhalte“34. So muss ein Offline-„E-Paper“ zuerst durch Download als PDF-Datei vom Server des Verlages geladen, und dann durch den Nutzer auf die eigene Festplatte gespeichert werden, bevor er das PDF mittels der Software „Acrobat Reader“ öffnen und die faksimilierte Version der Zeitung lesen kann. Diese Offline-Variante ist vor allem in den USA sehr weit verbreitet, wogegen in Deutschland die Online-„E-Paper“ populärer sind. Hier findet die Informationsübermittlung zwischen dem räumlich entfernten Speichermedium und dem Computer des Nutzers praktisch ohne Zeitverzögerung statt.35 Dies hat den Vorteil, dass Verlinkungen der Inhalte und, soweit vorhanden, eine zeitnahe Interaktion mit dem Nutzer stattfinden kann. Nachteile sind in erster Linie die Kosten für die laufende Nutzung des Internetanschlusses und das Nichtvorhandensein einer immerwährenden Verfügbarkeit der Zeitungen für den Leser. Mittlerweile wird von fast jedem Online-„E-Paper“-Anbieter dem [...]

Arbeit zitieren:
Meyer, Anja Mai 2004: "E-Paper"-Zeitung der Zukunft?, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Internet, Zeitung, Strategien, Digital, Crossmedia

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